Berufliche Veränderung

Tschüss Selbstständigkeit

Weggabelung: Ende der Selbstständigkeit

Als Stadtsprecherin und Online-Redakteurin wechsel ich zum 1. Januar 2022 zur Stadt Krefeld

Ihr Lieben,
 
das Ende eines alten Jahres und der Beginn eines neuen Jahres sind für mich eine Phase, in der ich noch einmal zurückschaue und überlege, was mich im vergangenen Jahr bewegt, begeistert und berührt hat. Die schönen Emotionen packe ich dann in ein gedankliches Marmeladenglas und verschließe sie so, dass ich sie immer wieder abrufen kann. Die schlechten Erinnerungen lasse ich gehen.
 
In der letzten Woche habe ich besonders viele dieser schönen Momente in meinem Marmeladenglas verschlossen und ich bin noch einmal mehr dankbar für sie als in den letzten Jahren, denn ich habe mich entschieden, aus der Selbstständigkeit auszuscheiden. Ab heute, dem 1. Januar, gehöre ich zum Team der Pressestelle der Stadt Krefeld.
 
 
Seit zwei Jahren bin ich als Redakteurin zurück in Krefeld. Bild: Luis Nelsen, Crevelt

Ich habe in den letzten Monaten vermehrt gespürt, dass mir die Zugehörigkeit zu einem Team fehlt – die Pandemie hat dieses Gefühl noch einmal verstärkt. Vor fast vier Jahren bin ich vollberuflich in die Selbstständigkeit zurückgekehrt, um auf Weltreise zu gehen. Die Selbstständigkeit war damals eine Entscheidung für die Freiheit.

Seit fast zwei Jahren bin ich nun wieder zurück in Krefeld. Ich habe ein tolles Netzwerk, wunderbare Projekte und Kunden, am Ende bleibt aber trotz der vielen Kontakte häufig das Gefühl, dass ich als Soloselbständigen eben „Solo“ bin. Mir fehlt der fachliche Austausch mit Kollegen, mir fehlt das „auf Ideen herumkauen“ im Team, mir fehlt das kurze Gespräch an der Kaffeemaschine und mir fehlt die Einladung zu einer Weihnachtsfeier.
Gleichzeitig merke ich, dass mich die bürokratischen Hürden und der Druck steuern: Das Gefühl von Freiheit, für das ich damals angetreten bin, habe ich zuletzt in einem „selbst und ständigen“ Arbeiten nicht mehr wiedergefunden.
Als die Stadt Krefeld mich vor einigen Wochen anrief, um mir von einer bald vakanten Stelle zu erzählen, kam die Entscheidung dann doch schneller als erwartet und fühlte sich auf einmal richtig an. Umso größer war die Freude, als die Bewerbung zu einer Einstellung wurde. Ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen und auf ein nettes Team, zu dem einige Redakteure gehören, die ich als Wegbegleiter bereits kenne. Als Journalistin in meiner Stadt leiste ich seit vielen Jahren Lobbyarbeit für Krefeld – nun kann ich das von ganz offizieller Stelle aus tun. Für mich fühlt sich das nach Weiterentwicklung an.
 

Für mich ist dieser Jahreswechsel also ein ganz besonderer, denn er läutet eine neue Lebensphase ein. Auch euch wünsche ich für dieses Jahr von Herzen alles Gute

Passt auf euch auf, folgt euren Leidenschaften und bleibt gesund! ❤️

Herzlichen Dank für die tollen Zusammenarbeiten,

Eure,

Ann-Katrin Roscheck

Meine Geschichte

Fast zehn Jahre habe ich freiberuflich für das Crevelt-Magazin gearbeitet und hier nicht nur unheimlich viel über meine Stadt, meine Berufung als Journalistin und mich selbst gelernt, sondern auch Freunde gefunden. Diese haben mir nun zum Abschied meiner Crevelt-Karriere eine eigene Geschichte geschenkt. Der wunderbare Oliver Nöding hat mich porträtiert. Mit Klick geht´s direkt zum Artikel.

Das Crevelt-Magazin hat eine Geschichte über mich und meinen Abschied von der Selbstständigkeit geschrieben. Foto: Luis Nelsen, Crevelt

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