Arbeiten der letzten Monate für die Krefelder Dachstation

Meine Liebe gehört dem Geschichtenschreiben. Das war schon immer so. Als freiberufliche Redakteurin arbeite ich nicht nur im Bereich der Contenterstellung von Webseiten, sondern vor allem im Bereich der Berichterstattung für unterschiedliche Magazine und Zeitungen. Dazu gehört neben der freiberuflichen Tätigkeit für die Kirchenzeitung im Bistum Aachen auch mein freiberufliches Engagement für die unterschiedlichen Veröffentlichungen der Krefelder Werbeagentur Dachstation. Hier bin ich Mitarbeiterin der Zeitschrift KR-ONE, des Moveo-Magazins sowie des Fachmagazins für Architektur und Baukultur in Krefeld. Die unterschiedlichen Magazine erscheinen bis zu zehn Mal im Jahr und werden in Krefeld und Umgebung per Briefkasteneinwurf verteilt sowie an Hotspots ausgelegt. 
Mir macht die Arbeit für David Kordes als Chefredakteur großen Spaß: Im Rahmen von Advertorials lerne ich spannende Themen aus Industrie und Handwerk kennen und im Rahmen von freien Geschichten darf ich immer wieder außergewöhnliche Menschen treffen. Die Magazine sind am Niederrhein sehr gefragt und haben ein anspruchsvolles Publikum. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen Geschichten vorstellen, die mir im letzten halben Jahr besonders viel Freude bereitet haben. 

Jonas Leben auf Zeit - Gefangen im eigenen Körper

Jonas ist zehn Monate alt, als seine Eltern Alex und Moritz Thevissen auf einmal bemerken, dass sich der Sohn augenscheinlich zurückentwickelt: Er verliert seine Sprache, kann auf einmal nicht mehr Krabbeln und der Ausruck auf seinem Gesicht verändert sich. Es braucht einige Monate, bis die Ärzte das seltene Aicardi-Goutléres-Syndrom diagnostizieren. Ein tödlicher Befund, denn es gibt keine Möglichkeit auf Heilung. Die Ärzte geben Jonas noch zwei Lebensjahre, heute ist der Krefelder 11 Jahre alt, liebt die Krefelder Pinguine und hat viele Freunde in seiner Schule.

Seine Geschichte und sein dennoch schweres Schicksal habe ich hier aufgeschrieben.

Hinter Krefelds Fenstern: Das gelbe Haus am Stadtwald

Es ist „das gelbe Haus am Stadtwald“, das jeder Krefelder schon oft beim Sonntagsspaziergang oder der Joggingrunde gesehen hat. Königlich und märchenhaft zugleich thront es am Eingang des historischen Krefelder Parks und wirkt fast schon als Wächter des geschichtsträchtigen Areals, das der Krefelder Seidenbaron Wilhelm Deuß der Stadt Krefeld schenkte. Aber welch großartige Paradies hinter dem großen Tor der kleinen Villa liegt, weiß fast keiner, dabei hat Chris Worms unheimlich viel zu erzählen.

Ich habe Chris Worms und seine Frau auf ihrer paradiesischen Insel inmitten von Krefeld besucht. 

Bauhaus im Detail

Als Ludwig Mies van der Rohe im Jahr 1931 von den Krefelder Textilhändlern und Seidenfabrikanten Josef Esters und Hermann Lange den Auftrag bekommt, einen Industriebau zu planen, ist er gerade zum Direktor des Bauhauses in Dessau berufen worden. Als großer Architekt, der mit Zigarre im Mund vor der amerikanischen Skyline sitzt, kennt man ihn damals aber noch nicht.Gemeinsam mit dem Rainer Lucas und Nicolas Beucker aus dem Krefelder Gestaltungsbeirat bin ich im Mies van der Rohe-Businesspark auf Spurensuche gegangen. 

Die Suche nach dem „Bauhaus im Detail” gibt es hier zu lesen.

Hinter Krefelds Fenstern: Das gelbe Haus am Stadtwald

Es ist die Wut, die den 23-Jährigen die Verfassung hat verlieren lassen – zum ersten Mal in seinem Leben. Eine Wut, hervorgerufen durch jahrelanges Mobbing seiner Mitschüler, durch familiäre Unterdrückung und psychische Misshandlung therapeutischer Dilettanten – denn obwohl Leon Damian bei seiner Geburt als Mädchen identifiziert wird, weiß er für sich schon immer, dass er eigentlich ein Junge ist. Eine Lebensentscheidung, mit der das Deutschland des 21. Jahrhunderts noch immer überfordert ist.

Leons Geschichte habe ich hier niedergeschrieben.

Die Botschafterin des Quiltens

Versteckt hinter zwei massiven Holztüren und großen Fenstern an der Ritterstraße 166, ist Claudia Pfeil mit ihrem Geschäft „Quilt & Co.“ in der Szene so bekannt, dass Amerikaner über den großen Teich fliegen, um sie hier zu besuchen und von ihr zu lernen. In Amerika wird sie auf der Straße sogar nach Autogrammen gefragt, in Krefeld bleibt die 58-Jährige aber fast unsichtbar, denn das Stoffhandwerk findet nur wenig Beachtung auf europäischem Boden.

Die Geschichte über das unfassbare Handwerk ist hier zu lesen.

Der Walnussmann aus dem Iran: Ahad Kheiratie

Es sind wohlige, wärmende Erinnerungen, die der 56-jährige Ahad Kheiratie tief in seinen inneren Schubladen sicher verwahrt: Damals war noch alles leicht, als er mit seinen Geschwistern auf den Walnussfeldern der Eltern im Iran spielte. Doch die Zeiten sind lange vergangen und die Erinnerungen verblasst: Denn es ist mehr als 25 Jahre her, dass Kheiratie mit seinen Geschwistern gescherzt und seine Eltern in den Arm genommen hat. Der Perser ist ein Opfer der Theokratie, der seit 1979 herrschenden Staatsform im Iran: Der Gottesstaat hat ihn zum Flüchtling gemacht.

Ahads Geschichte ist die Erzählung vom Walnussmann

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